Erste Intervalleinheit

Nach dem ersten Probelauf durch die Nachbarschaft vor einigen Tagen, habe ich mich dazu entschieden, das Projekt Laufen einigermaßen strukturiert anzugehen. An den Tagen der Regeneration habe ich mich viel eingelesen. Viele Blogs besucht, Internetseiten durchforstet und am Ende bin ich bei einem kleinen Intervalltraining für den Einstieg hängengeblieben.

In ca. 12-15 Wochen zum Ziel 30 Minuten am Stück zu laufen. Joah, könnte klappen. Immer im Hinterkopf, dass ich es ja schonmal konnte. Damals. Vor der aktiven Couch-Zeit.

Aber auch im Hinterkopf, dass ich seit meinem 4. Lebensjahr Asthma habe. Gerade deshalb geht es aber auch wieder los. Nur die zeitlichen „Vorgaben“ könnten sich bei mir etwas nach hinten verschieben. Dessen bin ich mir bewusst.

Jedenfalls bin ich heute losgelaufen. 30 Sekunden laufen, 1 Minute gehen, 6 Wiederholungen. Alles so ca. Angaben, da ich ja ohne Uhr laufe, ohne Zeitdruck, eher mit viel Gefühl für den Körper. Hineinhören und -fühlen ist mir wichtiger, als ein Sekundenzeiger oder gar eine Stopuhr.

Es hat geklappt und es fühlte sich großartig an!

Donnerstag oder Freitag folgt die nächste Runde. Je nachdem, wie sich der Muskelkater zeigt 🙂  

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Erster Muskelkater

Erst hatte ich gedacht, ich hätte mich heute Nacht verlegen, aber nun fühlt es sich tatsächlich an, wie Muskelkater. Schulter, Brust, Oberarme. Lange nicht gespürt. Fühlt sich gut an.

Ein Zeichen, dass sich etwas tut 🙂

Später noch die heutige Laufeinheit absolvieren. Ich freu mich drauf, auch wenn das Wetter hier gerade so gar nicht dazu einlädt.

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Zum Wochenstart: 5 Minutes Full Body Fat Burn Workout oder…

Zirkeltraining!

Auf geht’s. Die erste Runde Muskelaufbau will absolviert werden.

20 Minuten Fahrt ins Fitness-Studio zum Anfängerkurs. Umziehen. Natürlich wird das neue Atmungsaktive Super Sportzeug angezogen, sowie die extra dafür erworbenen Step-Fitness-Schuhe von xy

Logo zählt und ein wenig die Farbe. Nach wenigen Minuten sitzt du am Boden und schaust nur noch zu. Dabei schlürfst du den Drink aus der Flatrate, den du eh nicht bräuchtest.

ODER: Zirkeltraining zu Hause im Wohnzimmer

Die Übungen (bei uns früher liebevoll „Stationen“ genannt)

1. Burpees … 3 mal 20 Sekunden, dazwischen 10 Sekunden Pause. So viele, wie möglich, pro Satz. Mach mit dir selbst eine „Challenge“. Die Mega-Intervall-Uhr am Arm. Los geht es.

Ich entscheide mich für die Wohnzimmeruhr mit Sekundenzeiger und … Liegestütz, Anhocken, Strecksprung

Hört sich nicht gar so fantastisch an, wirkt aber genauso.

Im zweiten „Set“ / Durchgang geht die Tür vom Kinderzimmer auf, der „Kleene“ stutzt, fängt an zu lachen und bringt einen doofen Spruch. Vorteil Studio … Dort denken sich die anderen ihren Teil, sagen aber nix.

2. 20 Sekunden Crunches, 20 Sekunden Side-Crunches, und, sagen wir 20 Sekunden „Toe-Touch-Abs“. Wieder je 10 Sekunden Pause dazwischen und natürlich wieder so viele Wiederholungen, wie möglich.

Für die älteren Semester unter uns … Die dritte Übung nennt sich Klappmesser 🙂

Beide Stationen je zwei Mal und die 5 Minuten sind absolviert.

Mehr schaffst du im Studio eh nicht. Der 30 Minuten „Bauch intensiv“-Kurs macht also zunächst eher weniger Sinn. Nein, auch nicht wegen der Motivation. Von der Mega sexy Trainerin mit Knackpo und Sixpack siehst du eh nix. Bestenfalls hörst du ihre Stimme während du nach Luft schnappst.

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Im Garten unter der Kiwi …

… Lässt es sich wunderbar arbeiten.

Wie gesagt … Drei Hobbys … Schreiben, Fotografieren, Sport.

Hier das passende „Büro“ dazu. Nur die Kamera schaut ein wenig skeptisch, da ich sie jetzt wohl etwas weniger in die Hand nehmen werde und sie öfter zuschauen muss, wenn ich wieder mehr schreibe und regelmäßig vor ihr wweglaufe 🙂

 

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Erst die Henne oder erst das Ei?

Was war zuerst da?

Eine frage, die verwirrt und nicht zu beantworten ist.

So in etwa fühle ich mich gerade bei meiner Fragestellung zu meinem Laufeinstieg.

Mit laufen fitter werden und abnehmen? Geht das überhaupt? Macht das Sinn?

Bei allem, was ich bisher gelernt habe, müssten erstmal wieder mehr Muskeln her. Muskeln, die den Grundumsatz des Stoffwechsels erhöhen und natürlich dann auch für das Laufen zur Verfügung stehen.

Ebenso müsste die Ernährung umgestellt werden. Weg vom „mal eben zwischendurch“ irgend etwas einwerfen. Hin zu Regelmäßigkeit und gesunder Nahrung. Weniger Zucker, weniger Weißmehl. Alles, was ich mir angewöhnt habe, weil es eben schnell und unkompliziert zur Verfügung steht, muss weg.

Somit habe ich jetzt gleich mal drei Baustellen. Alle drei haben ihre Wichtigkeit. Alle drei spielen zusammen und sind nicht so einfach trennbar oder gar nacheinander abzuarbeiten.

Das Schöne daran ist aber, dass es auch nach 35 Jahren gar nicht so viel wirklich Neues gibt. All die guten Hinweise der aktuellen Laufseiten, Magazine, Youtubekanäle und facebookgruppen habe ich schon in den 70iger Jahren gehört, gelesen und gelernt. Nur ist die Umsetzung und Weiterführung über die Jahre auf der Strecke geblieben.

Schade eigentlich, dass wir damals in den Sport- und Biologieleistungskursen noch nicht diese Medien hatten. Wir haben noch Stunden in der Stadtbibliothek verbracht und tatsächlich Bücher gelesen.

Nehmen wir mal das Beispiel des Muskelaufbaus zu Beginn der „Läuferkarriere“.

Gestern las ich einige Artikel auf „runtasia“ und sah mir die Videos an. Übungen wie „Hopserlauf“ oder „Anfersen“ werden in kurzen Videos und Texten erklärt. Genau diese Übungen wurden bei uns damals schon ins Aufwärmprogramm beim Fußball und in ide ersten Konditionseinheiten nach den sommerferien eingebaut. Ganz ohne Video. Ganz ohne High-End Fotos. Der Trainer machte es kurz vor und es ging los. Daher halte ich auch heute noch eine Laufschule oder einen Personal trainer für die absoluten Anfänger für sehr wichtig. Jedenfalls wichtiger als Youtube von der Couch aus 🙂

Auf einer zweiten Seite sah ich mir Übungen an, die man ganz ohne Gewichte und Super-Ausrüstung zu Hause machen kann. Keine Gebühr fürs Fitnessstudio. Die Gewichte trage ich ja eh schon mit mir rum. Body-Weight-Exercises zu Neudeutsch … Body Rock TV für die komplett unwilligen. Heute muss irgendwie alles cool, spacig, geil und / oder rockig sein, um die Leute hinter dem Ofen vorzulocken. Uns reichte früher Rocky Balboah 🙂

(Übrigens macht er in seinen Filmen zu Beginn der Vorbereitungen auf die Kämpfe auch nichts anderes) Erst wenn das nicht mehr reicht, werden andere/schwerere Gewichte aufgefahren.

Nicht lachen! Zieht euch das mal unter diesem Gesichtsounkt rein.

1. Film: Schon vor dem Sonnenaufgang laufen. Erst Intervalle. Später durchgängig, inkl.Treppenlauf. Dann nach Hause, Kühlschrank auf und Eiweiß auffüllen. Danach zum Job.

Klar, heute würden wir nicht rohe Eier ins glas hauen und trinken. das machen wir „wissenschaftlicher“. Müsli mit Joghurt und etwas Milch, Dazu Banane, Erdbeeren und Apfelstückchen. Frisch. Bio.

Das war übrigens 1972 …. Da hat sich nicht viel geändert, außer dass wir heute alle Erkenntnisse auch wissenschaftlich und labortechnisch begründen oder gar beweisen können.

Zurück in die heutige Zeit. Suzana Light zeigt uns in sexy Kleidung, wie es gehen kann. Schaut euch erste Videos aus 2009 an und danach die aktuellen auf ihrer eigenen Seite. Der Erfolg ist unübersehbar. Auch wenn ich überzeugt bin, dass die paar Minuten nicht wirklich reichen werden und vieles wunderbares Marketing ist, um schlicht die „Brötchen zu verdienen“ ist sicher auch da etwas Wahres dran. Machen! Ist die Devise. Zuschauen alleine reicht nicht.

Ebensowenig kann ich fotografieren oder Auto fahren, wenn ich mir nur die Bedienungsanleitungen ansehe. Ich muss es tun. Ich bin dann mal weg! 😉

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Den Schweinehund im Gepäck oder ….

… Nachbarschaft motiviert.

Heute habe ich ein klein wenig früher Feierabend gemacht. Ich habe am Vormittag nicht nur diesen Blog eröffnet, sondern auch gewissenhaft alles abgearbeitet, was noch so zu tun war, bevor ich ab Montag drei Wochen Urlaub habe.

Drei Wochen, weil ich zu schusselig war, mir zu merken, dass meine Frau nur zwei Wochen hat. Da ich aber einen sozialen Arbeitgeber habe, habe ich eh eine Woche mehr Urlaub pro Jahr, als sie. Dann nehme ich diese also jetzt 🙂

Früh zu Hause ist die beste Voraussetzung um eine erste Runde zu drehen. Langsam anfangen. Es sollte eine Runde durch die Nachbarschaft werden. Ich laufe gerne „frei“. Also ohne Schlüssel, Handy, MP3-Player, Pulsuhr und Ähnlichem. Nur ich, die Luft, die Gedanken. Abschalten und den Urlaubsrhythmus finden, war die Devise.

Eingekleidet in T-Shirt, lockere lange Sporthose, Laufmütze und natürlich Schuhen ging ich hinaus. Ein Blick nach oben verriet, dass es in der nächsten Stunde eher nicht regnen würde und auch, dass gerade kein Nachbar am Fenster lehnte und mich beobachtete. Ich konnte locker losgehen.

Das Ziel: Gehen und leicht joggen im Wechsel. Wie gesagt. Langsam (wieder) einsteigen.

Ich ging die Treppen runter in Richtung Siedlung der Einfamilienhäuser und überlegte noch, wie ich die Runde genau angehen wollte, als plötzlich am letzten Haus die Tür aufging und die Nachbarin heraustrat. Gekleidet in ihrem sexy engen Trainingsanzug, der ähnlich schwarz war, wie meiner, nur eben enger anlag. Kann man sich gut anschauen, obwohl ich schon öfter gesehen habe, dass er sicher vor ein paar Jahren auch nicht so eng war.

Ich trabte los. Der Schweinehund wurde wach und schnaufte. „Psst. Schau nach vorne“, sagte ich und er verstummte. Ich lief lässig an ihr vorbei und grüßte. Ein paar Schritte weiter überlegte ich, wie lange sie mir wohl hinterherschauen konnte. Keine Blöße zeigen. Ich lief um die nächste Ecke und verfiel ins Gehen.

Der Schweinehund beruhigte sich auch wieder, ich bekam nach einigen Metern wieder Luft, überquerte die Straße und begann wieder zu laufen. Rechts um die Ecke. Vorbei an der großen Wiese. Dann erblickte ich Sie. Die kühle Blonde, die erst vor kurzem Nachwuchs bekommen hatte. Sie trug eine enge Laufhose, eine bunte Laufjacke und farblich abgestimmte Schuhe. Auf dem Kopf eine Laufmütze, aus der hinten ihr blonder Pferdeschwanz heraus ragte und lustig von links nach rechts hüpfte. Ich brach ab und walkte stattdessen weiter. Nur langsam kam ich näher. Sie schob ihren Kinderwagen und ihr kleiner Hund schnüffelte hier und dort, aber irgendwann hörte er mich und begann zu kleffen.

So gerade eben registrierte ich, dass sie sich umdrehte und schon lief ich wieder. Lässig. Klar. Dachte ich zumindest. Vorbei an ihrem Hund, dann an ihr. Kurzes Lächeln und weiter Richtung Kreisverkehr. Rechts herum und auf der anderen Seite wieder heraus. Kam sie hinterher?

Ich drehte mich kurz im Laufen um die eigene Achse. Sie war abgebogen. Puh. Gehen.

„Mann, geht’s auch langsamer. Ich kotz gleich“, raunte der Schweinehund. Ich atmete tief, schüttelte im Gehen die Beine aus und nahm meine harten Schienbeinmuskeln war. Volle Konzentration aufs Gehen. Richtig abrollen. Die Muskeln wieder weich werden lassen. Es funktionierte. Ich ging durch den Park. Vorbei an einem knutschenden Pärchen auf einer Bank, das mich nicht wahrzunehmen schien. Leichte Rechtskurve.

„Hach, so kann es bis nach Hause gehen“, sagte der Schweinehund als ich an der Querstraße ankam.

Wir ließen ein Auto passieren und gingen rüber. Plötzlich sah ich es. Das Auto. Ein quietsch-grüner Mercedes. Eines der hässlichsten Autos in der Gegend. Aber … Es gehörte der netten Kassiererin von der Tankstelle. Sie kam wohl gerade nach Hause. Also los. Trab. An ihr vorbei, grüßend versteht sich, und weiter bis zur nächsten Ecke. Schnaufend blieb ich stehen und merkte, dass der Schweinehund schon ein wenig Gewicht verloren hatte. Oder ihm war nur übel von der Bewegung. Egal. Ich ging noch ein paar Meter. Dann kam ich in die Nähe des Fußballplatzes. Geschrei, Bälle wurden getreten, Pfiffe.

Na toll. Da ist Training. Da kann ich kaum so vorbei schleichen und hecheln.

Also wieder laufen. Vorbei am ersten Platz. Hinüber zum zweiten. dort trainierten die Damen. Klasse Ausrede mal wieder ein Stück zu gehen. Schließlich muss ich ja wissen, ob eine der nächsten Weltmeisterinnen hier gerade trainiert.

Am Ende des Platzes schaute ich nach links in die Straße, die wieder nach Hause führte. Die Nachbarin war weg. Aber vielleicht saß sie ja am Küchenfenster?

Ich lief los und schaffte die letzten Meter bis in den Garten. Geil! Der erste Weg war geschafft. Bäm!

Ohne Stopuhr, ohne Herzfrequenzmesser, ohne Musik, aber so richtig frei waren die Gedanken auch noch nicht. Zu viele Gedanken um die Gedanken der anderen. Das muss aufhören.

Jedenfalls wollte ich eigentlich eine Stunde laufen. Am Ende war ich nach 30 Minuten zurück. Immerhin kann ich diese Strecke jetzt als Einstiegsreferenz nehmen und schauen, dass ich auf ihr schneller werde. Erst dann werde ich sie verändern, erweitern, anpassen. 

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Sport in meinem Leben

Geboren 1968; Mit 4 Jahren Diagnose: Asthma ; Behütet bis zum 11. Lebensjahr;

Dann wollte der kleine in einen Fußbalverein 🙂
Zum Glück überredete mein Lungenfacharzt meine Mutter, daß sie mir den Sport nicht nur erlaubte, sondern mich auch aktiv motivierte.

Erste Jahre im Verein zeigten mein Talent und ich wurde von einem größeren Club „abgeworben“. Ein spannendes Jahr begann. Mit Jens Lehmann hinter mir im Tor.
O.k. er kam eigentlich nur zufällig auf die Nummer 1, da sich unser Stammtorwart in der Vorbereitung verletzte.

Ich sehe es noch, wie gestern vor mir, obwohl es nun ca. 30 Jahre her ist.
Vorbereitungsspiel gegen Rot-Weiss Oberhausen. Marcel Witeczek (später Bayern München) will einen Freistoß gegen uns schießen. Etwa 18 Meter vor dem Tor. Da ich recht klein bin, stelle ich mich nicht in die Mauer, sondern sichere die linke Seite.
Marcel schießt in Richtug oberes Eck.  Ich drehe mich um und verfolge die Flugbahn des Balles. Unser Torwart, Klaus, fliegt und hält. Allerdings kracht er mit dem Gesicht gegen den Aluminiumpfosten und bleibt schreiend liegen. Im Mund nur noch Sand. Erst sieht es aus, wie die rote Asche des Platzes. Doch dann die Gewißheit. Es sind/waren seine Zähne und reichlich Blut.
Krankenhaus, Operation … Die Chance für Jens.
Er spielte die Saison gut, wurde von Schalke „geholt“ und wir alle kennen seine nachfolgende Karriere bis ins Nationaltor.

Gleichzeitig zum Verein gab es damals noch die Schulmannschaften. Ich war auf einem der Sportgymnasien der Stadt und spielte natürlich in der Fußballmannschaft.
Unser Mittelstürmer war kein anderer, als Oliver Bierhoff.
Ja, auch mit ihm habe ich so zusammengespielt. Er ist ein halbes Jahr älter. Somit ein Jahr früher eingeschult und auh im Verein immer eine Saison vorher in die nächst höhere Mannschaft. Daher waren wir im Verein nie zusammen, aber eben in der Schule.

Beruflich ging es für mich damals in einen handwerklichen Beruf. Körperliche Arbeit und immernoch ein wenig gegen den Ball treten. Ich war gut trainiert.
Das legte sich dann aber, da ich mich für Familie und Beruf entschied und gegen den Fußball und das beinahe tägliche Training.

Die Jahre plätscherten dahin und der Bauch wurde größer, runder, dicker eben.

Irgendwann standen 79,6 Kilo auf der Waage und ich schwor mir:
Bevor da vorne eine 8 steht, steht da eher wieder eine 6.
Gesagt, getan. Sechs Monate später waren die ersten 10 Kilo weg und es folgten weitere 7.

Durch den Sport Leistungskurs in der Schule und die Jahre im Verein hatte ich einiges über Ernährung und Bewegung gelernt. Nun wendete ich es an und erreichte mein Ziel.

Einige Jahre später Trennung, Scheidung, neue Lebenspartnerin. Immernoch in einem Job, der viel Bewegung verlangte, war ich wieder richtig gut in Form und fühlte mich gut.
Dann der „Umbruch“ … neuer Job, erneute Hochzeit mit Namensänderung, Umzug in die Nachbarstadt und der Beginn des körperlichen „Verfalls“ … o.k. das ist etwas hoch gegriffen, aber es ging wieder mit dem Gewicht nach oben und mit der Fitness nach unten.

Andere Hobbys traten in den Vordergrund. Zusätzlich gab es durch den neuen Job keine Bewegung mehr. Viel Büro, viel Auto fahren, viele Besprechungen. Kaum Bewegung, aber immer viel Essen. Schlechtes noch dazu. Nicht vom Geschmack her, sondern von den Inhaltsstoffen.

Vor kurzem dann ein Gespräch mit der Frau. Nichts Besonderes, aber plötzlich fiel der Satz, der mich nun hierher und in die Laufschuhe gebracht hat:
„Joah, als wir uns kennenlernten hattest du einen echt geilen Körper. Schön muskulös. Durchtrainiert.“

„Hattest“ ???


Der Schwenehund überredete mich, das Gesagte nicht zu eng zu sehen. Nicht allzuviel darum zu geben. Alles halb so wild. Ich glaubte ihm noch eine Weile. Bis letzten Montag!


Wieder einmal im Hotel. Nach langer Fahrt endlich angekommen. Mit den Kollegen noch ins Restaurant. Essen. Genuß. Klar, ein Bier dazu geht immer.

Dann rauf ins Zimmer. Ausziehen für den wohl verdienten Schlaf.
An der Tür ein Ganzkörperspiegel, dem ich mich nicht entziehen kann.
Keine Chance, mich nicht zu sehen.
Ich ziehe mich aus, sehe mich und erschrecke mich fast zu Tode!

Ich bin wieder da. 1994. Die Waage läuft gegen die „8“!

Niemals, Waage, niemals!

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