Erst die Henne oder erst das Ei?

Was war zuerst da?

Eine frage, die verwirrt und nicht zu beantworten ist.

So in etwa fühle ich mich gerade bei meiner Fragestellung zu meinem Laufeinstieg.

Mit laufen fitter werden und abnehmen? Geht das überhaupt? Macht das Sinn?

Bei allem, was ich bisher gelernt habe, müssten erstmal wieder mehr Muskeln her. Muskeln, die den Grundumsatz des Stoffwechsels erhöhen und natürlich dann auch für das Laufen zur Verfügung stehen.

Ebenso müsste die Ernährung umgestellt werden. Weg vom „mal eben zwischendurch“ irgend etwas einwerfen. Hin zu Regelmäßigkeit und gesunder Nahrung. Weniger Zucker, weniger Weißmehl. Alles, was ich mir angewöhnt habe, weil es eben schnell und unkompliziert zur Verfügung steht, muss weg.

Somit habe ich jetzt gleich mal drei Baustellen. Alle drei haben ihre Wichtigkeit. Alle drei spielen zusammen und sind nicht so einfach trennbar oder gar nacheinander abzuarbeiten.

Das Schöne daran ist aber, dass es auch nach 35 Jahren gar nicht so viel wirklich Neues gibt. All die guten Hinweise der aktuellen Laufseiten, Magazine, Youtubekanäle und facebookgruppen habe ich schon in den 70iger Jahren gehört, gelesen und gelernt. Nur ist die Umsetzung und Weiterführung über die Jahre auf der Strecke geblieben.

Schade eigentlich, dass wir damals in den Sport- und Biologieleistungskursen noch nicht diese Medien hatten. Wir haben noch Stunden in der Stadtbibliothek verbracht und tatsächlich Bücher gelesen.

Nehmen wir mal das Beispiel des Muskelaufbaus zu Beginn der „Läuferkarriere“.

Gestern las ich einige Artikel auf „runtasia“ und sah mir die Videos an. Übungen wie „Hopserlauf“ oder „Anfersen“ werden in kurzen Videos und Texten erklärt. Genau diese Übungen wurden bei uns damals schon ins Aufwärmprogramm beim Fußball und in ide ersten Konditionseinheiten nach den sommerferien eingebaut. Ganz ohne Video. Ganz ohne High-End Fotos. Der Trainer machte es kurz vor und es ging los. Daher halte ich auch heute noch eine Laufschule oder einen Personal trainer für die absoluten Anfänger für sehr wichtig. Jedenfalls wichtiger als Youtube von der Couch aus 🙂

Auf einer zweiten Seite sah ich mir Übungen an, die man ganz ohne Gewichte und Super-Ausrüstung zu Hause machen kann. Keine Gebühr fürs Fitnessstudio. Die Gewichte trage ich ja eh schon mit mir rum. Body-Weight-Exercises zu Neudeutsch … Body Rock TV für die komplett unwilligen. Heute muss irgendwie alles cool, spacig, geil und / oder rockig sein, um die Leute hinter dem Ofen vorzulocken. Uns reichte früher Rocky Balboah 🙂

(Übrigens macht er in seinen Filmen zu Beginn der Vorbereitungen auf die Kämpfe auch nichts anderes) Erst wenn das nicht mehr reicht, werden andere/schwerere Gewichte aufgefahren.

Nicht lachen! Zieht euch das mal unter diesem Gesichtsounkt rein.

1. Film: Schon vor dem Sonnenaufgang laufen. Erst Intervalle. Später durchgängig, inkl.Treppenlauf. Dann nach Hause, Kühlschrank auf und Eiweiß auffüllen. Danach zum Job.

Klar, heute würden wir nicht rohe Eier ins glas hauen und trinken. das machen wir „wissenschaftlicher“. Müsli mit Joghurt und etwas Milch, Dazu Banane, Erdbeeren und Apfelstückchen. Frisch. Bio.

Das war übrigens 1972 …. Da hat sich nicht viel geändert, außer dass wir heute alle Erkenntnisse auch wissenschaftlich und labortechnisch begründen oder gar beweisen können.

Zurück in die heutige Zeit. Suzana Light zeigt uns in sexy Kleidung, wie es gehen kann. Schaut euch erste Videos aus 2009 an und danach die aktuellen auf ihrer eigenen Seite. Der Erfolg ist unübersehbar. Auch wenn ich überzeugt bin, dass die paar Minuten nicht wirklich reichen werden und vieles wunderbares Marketing ist, um schlicht die „Brötchen zu verdienen“ ist sicher auch da etwas Wahres dran. Machen! Ist die Devise. Zuschauen alleine reicht nicht.

Ebensowenig kann ich fotografieren oder Auto fahren, wenn ich mir nur die Bedienungsanleitungen ansehe. Ich muss es tun. Ich bin dann mal weg! 😉

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2 Antworten zu Erst die Henne oder erst das Ei?

  1. jweinreich schreibt:

    Du bist auf dem richtigen Weg.

    Gefällt mir

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